Mittwoch, 20. Mai 2026

Tauchen Sie ein in die Welt der Logistik

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Vor einem halben Jahrhundert wurde der erste Barcode und zwar auf einer Kaugummi-Packung in einem Supermarkt gescannt. Damit begann eine Erfolgsgeschichte. Jetzt schickt sich eine neue Barcode-Generation an, diese Erfolgsgeschichte fortzuführen.

Bild: GS1

Der Barcode öffnet die Tür zu neuen Informationswelten − für noch mehr Effizienz und Transparenz in internationalen Liefernetzwerken sowie mehr Kundenbindung und -kommunikation weit über den POS hinaus.

Mit einem Beepen begann vor 50 Jahren die Erfolgsgeschichte des Barcodes: Am 26. Juni 1974 wurde in einem Marsh-Supermarkt im US-Bundesstaat Ohio das erste Mal der Barcodes auf einem Produkt gescannt – es war eine Packung Kaugummi der Marke Wrigley’s Juicy Fruit. Damals ahnte wohl niemand, dass diese Technologie den Handel weltweit revolutionieren würde. „Ein kleiner Beep an der Kasse, eine bahnbrechende Innovation für die Weltwirtschaft. Der erste Scan markiert den Einstieg in das Zeitalter der Digitalisierung.

Der Barcode verbindet ein physisches Produkt mit produktbegleitenden Informationen, die in den Liefernetzwerken von den beteiligten Akteuren bis hin zum Checkout im Handel genutzt werden. Inzwischen sind weltweit mehr als eine Milliarde Produkte mit einem Barcode ausgezeichnet, und täglich macht es rund um den Globus mehr als zehn Milliarden Mal Beep.

Die BBC zählte den markanten Strichcode einst zu den „50 things, that made the modern economy“. Ganz aktuell ist der Barcode Enabler für neue POS-Technologien, wie zum Beispiel den derzeit boomenden Self-Checkout-Systemen oder den Scan & Go-Lösungen im Einzelhandel, bei denen die Kund:innen den Scanvorgang selbst übernehmen. Weit über den Handel und die Konsumgüterbranche hinaus, profitieren viele Branchen – unter anderen das Gesundheitswesen, der Maschinenbau oder auch die Bahnbranche − von der Transparenz, der Effizienz und der Sicherheit, die der Barcode bietet.

Die neueste Generation: Ein dynamischer Code für alle und alles

Die Zukunft gehört zweidimensionalen Codes, wie dem QR-Code oder dem GS1 DataMatrix. 2D-Codes sind mit ihren komplexen Mustern wesentlich leistungsstärker als lineare Strichcodes, wie zum Beispiel der im Handel verbreitete EAN-13. So können etwa QR-Codes mehr als 4.000 numerische Zeichen verschlüsseln und eine Verbindung ins Internet schaffen.

Besonders smart wird ein 2D-Code, wenn er mit dem GS1 Digital Link kombiniert wird. Dieser neue Datenaustauschstandard schafft die Verbindung vom physischen Produkt zu Inhalten, die im Web hinterlegt sind. Das Besondere: Der digitale Inhalt ist dabei variabel. Je nachdem, welche Person den dynamischen QR-Code powered by GS1 zu welchem Zeitpunkt und an welchem Ort einscannt, werden kontextbezogen unterschiedliche Produktinformationen angezeigt.

So können sich Verbraucher:innen vor der Kaufentscheidung am POS per Smartphone etwa über die Herkunft des Produktes informieren, zuhause erhalten sie Verwendungstipps, können mit dem Kundenservice interagieren, und zu einem späteren Zeitpunkt stehen Informationen zur richtigen Entsorgung bereit.

Über denselben Code haben zuvor Logistiker:innen in der Lieferkette wichtige Versandinformationen abgerufen und der Handel seine Bestände disponiert. Die verlinkten Informationen können jederzeit angepasst werden, ohne den Datenträger – wie beispielsweise den QR-Code – und dessen codierten Inhalt erneuern zu müssen. Ein Code für alle und alles.

„Der dynamische QR-Code powered by GS1 ist auf die Anforderungen der rasch voranschreitenden Digitalisierung, den steigenden Informationsbedürfnissen der Verbraucher:innen sowie auf die regulatorischen Vorschriften für mehr Transparenz in Liefernetzwerken bestens vorbereitet. Zudem eröffnet er völlig neue Möglichkeiten der Kundenbindung und -kommunikation. Ab 2028 soll er weltweit an allen Kassen im Einzelhandel lesbar sein. Eines wird bei aller Innovationskraft bleiben: das charakteristische Beepen an der Kasse.

Joachim Heldt



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